19.04.18 Outdoornacht im Paradies

Nach einer kurzen Wanderung kam ich in einer Kirschplantage an. Da diese alle eingezäunt waren, suchte ich weiter Richtung Wald.

Hier wurde ich fündig, direkt an einem Zaun. Also ließ ich mich nieder. Leider war die Hanglage auf der einen Seite positiv, der Kopf liegt oben, andererseits verlasse ich mit der Zeit regelmäßig meine Picknickdecke zusammen mit meinem Schlafsack. Und die Geräusche der Tiere hinter dem Zaun waren schon irgendwie unheimlich. Ich dachte über den Zaun nach und stellte schnell fest, das die Sicherheit nicht wirklich gegeben ist. Zwei von 4 Seiten sind offen, blöd. Also packte ich nach ca. 2 Stunden Dämmerschlaf zusammen und wanderte zurück durch Witzenhausen zur Werra.

 

 

Um 1 Uhr erreichte ich einen netten Platz an der Werra und schlief ca. 30 Minuten, dann wachte ich vom zittern auf. April ist kein Outdoorschlafmonat  in Deutschland. Auf der Werra machten zwar nur Enten Wassersport in form von Wasserlandungen, die ich Ihnen zutraute. Aber Flüsse tragen zu dieser Zeit nicht zum aufheizen der Landumgebung bei (wieder ein Thema aus angewandter Biophysik, 6. Klasse).

Aber ich will ja lernen. Als zog ich an, was mein Rucksack her gab.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Morgendämmerung war nett, es fehlten nur ca 30 Grad.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und hier ein Blick auf mein Quartier, halt mit Bodennebel.

 

 

 

 

 

 

Und nun sah ich mein kleines Problem. Ich habe meine EC Karte am Körper getragen, damit sie keiner klaut. Da war wohl ein Stein, jedenfalls hatte ich nun zwei. Da ich mich mit Computern auskenne war mir schnell klar, die sind da kleinlich. Also war es das mit dem Geld. 5 Euro hatte ich noch, das reicht für einen Kaffee zum warmwerden. Und dann versuche ich mal wieder nach Göttingen zu kommen.
Ich stellte mich an die Straße und hatte Göttingen auf die Rückseite meines Paradiesschildes geschrieben. Das war die wissenschaftliche Gegenkontrolle für meine langen Wartezeiten gestern. Ein reales Ziel hilft. 10 Minuten warten, und Jule hielt an der B80 an. Sie ist Kinderbetreuerin für Ganztagsschulen, halbtags (schon per se eine coole Definition). Ich habe von Ihr gelernt, das es Urlaub für die Hand gibt. Leute bieten eine Unterkunft im Urlaub für ein bisschen Hilfe an. Da muss ich mal drüber nachdenken.

Ab jetzt werde ich einen realen Ort auf mein Schild schreiben, z.B. Neuseeland, dann komme ich schneller weg.

Jetzt genieße ich erst mal mein warmes Bett und berichte, auf diesem Kanal, was so weiter geht.

Liebe Grüße,

Euer Ralph

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