Da ich mich mit Eric in Oslo treffen wollte,
war ich diesmal etwas in einem Zeitraster gefangen.
Am 6.8. hatte ich eine Flug ab Oslo gebucht und das lag ja nunmal
mindestens 1800 km von Göttingen entfernt.
Und da mein Leben mir schon immer kleine Aufgaben gestellt hat,
so auch dieses mal.
Der Kühlschrank in meiner Schnecke ging zwei Wochen vor meinem geplanten Start kaputt
und dummerweise waren die neuen Kühlschränke zwar effizienter als mein zehn Jahre alter,
aber größer.
Und die 10 mm mehr sorgten dafür, dass meine Duschtür nicht mehr zuging.
Den täglichen Wassereinbruch wollte ich meinem Auto auf Dauer nicht zumuten.
Also half mir mein Kunde Reinhold, ein Messebauer,
noch kurzfristig die Küche umzubauen.
Mit fünf herzhaften Schnitten mit der Stichsäge waren drei der fünf Schränke „ausgebaut“
und der Platz für den neuen Kühlschrank war geschaffen.
Mit einigen Schrauben und winkeln, wurden diese in das Loch,
das der alte Kühlschrank hinterliess, angepasst.
Auch hier zeigte sich wieder, Profis haben mehr Erfahrung als Heimwerker.
Eine provisorische Platte Platte stabilisierte den Umbau für die nächste Reise.
So war ich guter Dinge, dass ich Freitag Abend mein Auto soweit sauber gemacht hatte,
dass ich nicht das Gefühl haben musste,
ein Leben als Hamster in einem Raum voller Holzspäne während meiner Reise zu fristen.
Der Plan wäre auch fast aufgegangen und ich hätte Samstag Mittag entspannt meine Reise wie geplant starten können.
Wäre es nicht das Leben des Ralph Schliephacke.
Ich hatte alles gepackt und in mein Auto geladen
und wollte als letzte Handlung mein neues Mountainbike
zur Sicherheit aus der Garage in den Keller stellen,
denn der Ort schien mir nicht so einbruchsgefährdet.
Ich kam ca fünf Stunden zu spät,
wie die Polizei mir bei der darauffolgenden Spurensicherung mitteilte.
Mein Fahrrad war wiedermal aus der Garage gestohlen worden.
Ich konnte aber die Beamten beeindrucken,
da sich die Rechnungen des gestohlene Fahrrades
noch in meinem Email Posteingang befanden,
denn sie waren ja erst einen Monat alt.
Da wurde mein Fahrrad das erste mal aus dieser Garage gestohlen.
So startet ich erst um 16 Uhr,
bestellte gleich von unterwegs das gleiche Fahrrad telefonisch erneut,
sodass es hoffentlich zeitnah nach meiner Reise beim Händler eintrifft
und wollte noch bis in die Lüneburger Heide fahren.
Nach 100 Kilometern kam ich bereits auch wieder im Reisemodus an.
Auch der Diebstahl war nicht mehr in meinen Geanken.
In Schneverdingen, wo ich schon oft gut geschlafen hatte,
war eine Hochzeit und es war überhaupt recht voll,
sodass ich nur etwas die Sonne genoss und mich aber noch recht fit fühlte.
Also fuhr ich noch durch den Elbtunnel,
der sich während dieser Reisezeit oft als Nadelöhr herausstellte
und übernachtete sehr angenehm
auf einem ruhigen Autobahnparkplatz hinter Hamburg.
Das war schon mal ein normaler Start
und so bleibe ich freudig gespannt was so weiter
in meinem Leben passiert und werde hier weiter berichten.
Also schaut gerne wieder dabei;
Euer Ralph